Schwanger surfen – geht das?

Neun Monate sind eine lange Zeit, wenn du auf dein Lieblings-Hobby verzichten musst. Aber musst du das wirklich? Es gibt Hoffnung.

Sobald wir von meiner Schwangerschaft erfuhren (das war in Rio Nexpa), fragten wir uns natürlich, wie das mit dem Surfen geht. Darf man das noch? Schadet es dem Baby? Wie paddelt man mit grossem Bauch eine Welle an? Wahnsinnig viele Infos im Netz dazu gibt es leider nicht. Deshalb habe ich beschlossen, meine bescheidenen Erfahrungen hier mal zu teilen. Logischerweise ist das bei jeder Frau anders und du solltest dich unbedingt mit deinem Arzt absprechen.

Meine kurze Antwort ist: Ja, du kannst noch surfen. Solange du dich wohl fühlst und deine Grenzen kennst (und aus medizinischer Sicht alles ok ist). Du wirst aber wahrscheinlich auch merken, dass sich das Surfen von dem Moment an verändert, in dem du um deine Schwangerschaft weisst. Auch wenn da erst ein Zellklumpen im Bauch ist, wirst du höchst wahrscheinlich vorsichtiger sein. Das ist auch in Ordnung. Ich habe für mich sehr schnell entschieden, Tage mit viel Swell an Land zu verbringen. Denn ich bin zu schnell aus der Puste, als dass ich nach einem Wipe-Out längere Zeit unter Wasser aushalten würde. Auch um Spots, wo sich viele Anfänger tummeln, habe ich einen grossen Bogen gemacht. Zu gross das Risiko, von einem unkontrollierten Brett getroffen zu werden. Je nachdem welches Level du surfst, werden deine Grenzen woanders liegen. Aber achte auf dein Bauchgefühl und pushe dich nicht unnötig.

Bondi Beach in Australien – nicht der ideale Ort um schwanger zu surfen

Früher oder später wird dein Bauch gross genug sein, um beim Surfen zu stören. In unserem Fall waren wir zu dem Zeitpunkt schon wieder zurück in der Schweiz und Surfen war nicht mehr unser Alltag. Trotzdem wollten wir mal noch Flusssurfen gehen, als ich im fünften Monat war. Probeweise legte ich mich dann am See aufs Brett, um ein bisschen zu paddeln. Der Kleine im Bauch machte es sich rasch weiter drin gemütlich, trotzdem war das ein doofes Gefühl, mit all meinem Gewicht auf dem Bauch zu liegen. Das Baby ist zwar gut geschützt, aber man macht sich dann doch Sorgen. Also wurde das Experiment vorzeitig beendet.

Falls du auch mit Babykugel nicht aufs Surfen verzichten magst, gibt es aber trotzdem Hoffnung. Ich habe Videos von Frauen gesehen, die auf ein Longboard umsteigen und auf den Knien sitzend die Welle anpaddeln. Scheint prima zu funktionieren. Ob das allerdings auch auf einer Flusswelle funktioniert, bezweifle ich. (pat)

 

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