Endstation Australien: In Down-Under trifft uns der Kulturschock

Click here for English

Wohin mit dem Klopapier? Was tun beim Warten auf den Bus? Wie viel kostet dieses Wasser?! Fragen, die uns zurück in der Ersten Welt beschäftigen.

In Australien erwartet uns eine komplett andere Welt: von der Sprache, über den Fortschritt der Industrialisierung bis hin zu einer völlig anderen Kultur. Sogar die Luft riecht anders! In anderen Worten: Das hier fühlt sich schon erschreckend ähnlich wie Zuhause an. Aber immerhin – das Schweizer Winterwetter bleibt uns hier erspart. Es erwarten uns angenehme Temperaturen um die 30 Grad, inklusive Hitzetag mit 40 Grad. Genau unser Ding!

Ein weiterer Stimmungsbringer: Unsere Surfbretter überleben die lange Reise ohne einen Kratzer! Doch so unverständlich das klingen mag – schliesslich ist Australien weltweit für seine Wellen bekannt – ausnahmsweise sind wir nicht wegen dem Surfen hier. Der Grund unseres eher spontanen Abstechers nach Down-Under ist Patricias Familie. Ihr Bruder lebt seit Jahren mit seiner Frau in Sydney und die beiden haben vor wenigen Wochen ihr erstes Kind gekriegt. Das müssen wir uns natürlich genauer anschauen. Das hat sich auch Patricias Mutter gedacht, die sich gleich für zwei Monate hier ihr temporäres Zuhause eingerichtet hat. So ist diese Reise also beinahe eine kleine Familien-Zusammenkunft. Nach all den Monaten, in denen wir fast ausschliesslich als Duo unterwegs waren, ist das eine ziemliche Umstellung. Allerdings eine schöne.

 

So bleiben unsere Bretter fürs Erste verstaut, während wir uns die klassischen Touristenattraktionen Sydneys anschauen. Und endlich können wir diesen Ausflügen auch fotografisch wieder gerecht werden. Marcel hat sich nämlich aus der Schweiz eine neue Kamera bringen lassen, da wir mit unserer Kompaktkamera alles andere als zufrieden waren. An dieser Stelle ein kleiner Tipp: Falls dir Fotos irgendwas wert sind, nimm die Investition und das bisschen Extra-Gewicht auf dich und bring einen guten Fotoapparat mit. Über alles andere wirst du dich sonst zu Tode nerven.

 

This slideshow requires JavaScript.

Zu unserem kleinen Kulturschock tragen auch die Preise hierzulande bei. Vier Dollar für ein kleines Wasser?!? Zum Glück waren wir die vergangenen Monate immer unter unserem Budget unterwegs, so können wir das knapp verkraften. Dafür kann sich Patricia abgewöhnen, bei jedem WC-Gang ausser Haus das Portemonnaie mitzunehmen. Öffentliche Toiletten sind hier nämlich ausnahmslos gratis – und sauber! Apropos: Die meisten Langzeitreisenden kennen das „Problem“. Zurück in der Ersten Welt sucht man anfangs immer den Eimer fürs Klopapier neben der Schüssel. Dieses einfach runterzuspülen kommt einem wie ein kleines Delikt vor. Wir müssen uns auch wieder an dieses andere Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewöhnen. Während man in Lateinamerika einfach irgendwo und irgendwann an die Strasse steht und einen Bus stoppt, müssen wir hier zu einer vorgegebenen Zeit an einem bestimmten Ort sein. Und dann hat es da nicht mal ein paar Strassenverkäufer, die einem eine Mahlzeit, einen Rasierer, ein Haustier oder was man sonst so braucht (und nicht braucht) verkaufen könnten.  Die einzige Gemeinsamkeit, die australische Busse mit den lateinamerikanischen haben, sind die arktischen Temperaturen, die wegen exzessiven Klimaanlagen-Gebrauchs im Inneren herrschen. 

IMG_6214
Warten auf den Bus, ohne dass man Essen von 20 Verkäufern kaufen kann? Laaangweilig…!

Zwischendurch verbringen wir einige Strandtage ausserhalb von Sydney und entstauben unsere Surfbretter. Hier ist es auch, wo wir unsere latente Hai-Angst definitiv besiegen müssen. Klammerten wir uns bisher an die Illusion, dass es an unseren Surfspots keine gefährlichen Haie gibt, kann das von New South Wales auch mit viel Fantasie nicht behauptet werden. Natürlich sind Begegnungen zwischen Surfern und den grossen Raubfischen hier extrem selten – aber es gibt sie! Und der Gedanke daran ist äusserst beunruhigend. Vor allem, wenn man fast alleine draussen im Meer sitzt und auf Wellen wartet. Zum Glück geht alles gut und wir entdecken keine Finnen im Wasser, sondern nur wunderschöne Strände.

 

Und hier zeigt sich ein weiterer Luxus der Ersten Welt: Nach einer ausgiebigen Surf-Session im ziemlich kalten Ozean können wir uns unter einer heissen Dusche wieder aufwärmen. Danach fühlt man sich wie neu geboren!

Wir gewöhnen uns erschreckend schnell wieder an die Annehmlichkeiten und die Preise der Ersten Welt. Bleibt nur zu hoffen, dass uns der Alltag in der Schweiz nicht so schnell einholt. Australien ist nämlich unsere letzte gemeinsame Station. Patricia geht zurück in die Schweiz und schaut dort nach dem Rechten. Marcel macht noch eine Surf-Extrarunde auf Bali, bevor es auch für ihn zurück nach Hause geht. (pat/mar) 

English

Last stop Australia: We’re hit with culture shock in Down Under

Where do I put the toilet paper? What should I do while waiting for the bus? How much does this water cost?! These are a few of the First World problems we deal with in Australia. 

Getting off the plane in Australia, we’re greeted by a completely different world: another language, so much more industrialisation, and a totally different culture. Even the air smells different! In other words: This feels scarily close to back home. But at least we don’t have to deal with the Swiss winter weather. Temperatures are around some comfortable 30 degrees Celsius – exactly how we like it!

And there’s more good news: Our surfboards survive the long trip without the slightest dent! Even so – and this might be hard to believe – surfing is not why we’re here. The reason for our rather spontaneous trip around the globe is Patricia’s family. Her brother and his wife have lived in Sydney for a few years and they became parents of a baby boy a few weeks ago. Obviously, we have to meet that little bugger. Patricia’s mom is also here for the same reason, so this trip feels more like a family reunion. After so many months with just the two of us, this is quite the change. But in a good way.

 

Instead of surfing, we visit the classic tourist attractions. And finally, we get to take some decent pictures of those again. Marcel got himself a new camera from Switzerland, as we were really not happy with the compact cam we had been using the past few months. Here’s a word of advice: If you care for pictures even just a little bit, invest a bit more in a good camera and carry that bit of extra-weight around. It’s well worth it!

 

This slideshow requires JavaScript.

Australian prices are part of our little culture shock. Four dollars for a small bottle of water?! Good thing we were traveling below budget in Mexico, so it doesn’t hurt too much. On the upside, Patricia no longer has to take the wallet along to the public toilet. Those are all for free in Australia! Speaking of: Most long-term travellers know the “problem”. Having returned to the First World, you keep looking for the bin for your used toilet paper. Flushing it down the toilet feels like a sin at first! We also have to get used to this different way of using public transportation. In Latin America, you just wait at the road for a bus you can flag down. Any time, anywhere. In Sydney, we have to be at a certain place at a certain time. And there’s not even street vendors that would sell you a meal, a shaver, a pet or whatever you need (or don’t need). The only thing the busses here have in common with the ones in Latin America are the arctic temperatures on board. Hello, air con!

IMG_6214
Waiting for the bus without being able to buy food from 20 different vendors? Booooring…!

After a couple of days in the city, we take a family trip to a beach town up north. This is where we finally unpack our surfboards and face our fear of sharks. So far, we managed to convince ourselves that there were no sharks wherever we surfed. In Australia, and especially in New South Wales, that illusion no longer holds up. In these waters, sharks and surfers do come face-to-face every once in a while – luckily not often, though. It’s a scary thought, especially when you’re sitting in the water more or less all by yourself, waiting for a wave to roll in. To our big relief, we don’t spot any fins in the water.

 

And here’s where another luxury of the First World comes in handy: After a long surf session in the cold Ocean, we can now enjoy a hot shower to warm up. You feel like a new person afterwards!

We get used to these comforts surprisingly quickly. Let’s hope that the daily grind in Switzerland won’t catch up to us quite so quickly. Because Australia is our last common destination on this trip before heading home. After a month here, Patricia returns to Switzerland. Marcel heads off to Bali for two last weeks of intense surfing, before he too will return home.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

w

Connecting to %s