Es wird bunt am Himmel von Puerto Jiménez

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Vor einigen Monaten haben wir noch gescherzt, dass für eine perfekte Surf-Session nur noch der Papagei fehlt, der krächzend über die glitzernde Welle fliegt. Diese Phantasie wurde jetzt Realität. Playa Pan Dulce hat mal wieder alles übertroffen. Aber von Anfang an.

Unsere nächste Destination beginnt als Verlegenheitslösung. Puerto Jiménez wurde uns weder empfohlen, noch kann man dort surfen. Was bringt uns also dahin? Das Dorf mit rund 9000 Einwohnern liegt gegenüber von Pavones, auf der anderen Seite des Golfo Dulces. Wenn es irgendwo in Reiseführern auftaucht, dann nur als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Corcovado-Nationalpark, der auf der gleichen Halbinsel liegt. Doch das alles interessiert uns nur am Rande. Wir landen da, weil hier die nächsten bezahlbaren Unterkünfte in der Nähe von Playa Pan Dulce zu finden sind. Der Strand ist zwar immer noch knapp 20 km entfernt, aber wir müssen da hin. Zu viel Gutes wurde uns von anderen Surfern über diesen Strand vorgeschwärmt.

Umso erfreulicher ist dann unsere Ankunft in Puerto Jiménez, als wir feststellen, dass der Ort durchaus Charme hat. Mehr sogar – wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Alles ist in Gehdistanz gut erreichbar, es hat einen grossen Supermarkt, wenig Touristen und wir finden ein super Hostel.

Nur eben, der Surfstrand ist nicht mal schnell um die Ecke. Wir finden aber einen Bus, der morgens um 6 Uhr in die Richtung fährt. So stehen wir zwei also eine halbe Stunde später mit unseren Surfbrettern irgendwo mitten im Dschungel. Über uns angeln sich die verschiedensten Affen durch die Bäume, weiter unten rauscht das Meer. Nichts toppt allerdings den Anblick, der sich uns wenig später bietet. Die Morgensonne scheint auf eine menschenleere Bucht, in der Ferne sehen wir die perfektesten (wenn auch eher kleinen) Wellen und immer wieder ziehen einige Ara-Pärchen krächzend vorbei. Ich beschreibe das so ausführlich, weil wir – natürlich – keine Kamera mit dabei haben. Getrübt wird diese Idylle dann aber doch noch. Marcel ist bei seinen Recherchen auf Berichte gestossen, dass immer mal wieder Haie hier gesichtet werden. Allerdings kam es noch nie zu einem Zwischenfall. So überwindet er sich zum Glück doch noch und begleitet mich in das wunderbar klare Wasser. Und so kommt es dann eben zu diesem perfekten Moment – ich erwische eine super Welle, surfe sie eine gefühlte Ewigkeit bis zum Strand und beim rauspaddeln gucke ich diesen wunderschönen Vögeln zu, wie sie (alles andere als geräuschlos) durch die Luft gleiten. Perfekter hätte es in keinem Hollywood-Script stehen können.

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Dieses Bild entstand an einem anderen Tag, aber so könnt ihr euch das in etwa vorstellen.

Den einzigen Retour-Bus verpassen wir dann dummerweise. Weil, nun ja, wir zu lange völlig fasziniert den Papageien beim Nüsse fressen zugeschauen. Jaja, zwei richtige Birdwatcher-Freaks sind wir schon… Glücklicherweise nimmt uns dann jemand per Autostopp mit. 20 km in der sengenden Mittagshitze hätte unserer Euphorie sonst sicher einen empfindlichen Dämpfer versetzt.

Ein weiteres Highlight folgt wenige Tage später. Wir gönnen uns eine Whalewatching-Tour. Mit der Hoffnung, auch endlich mal ein paar Delfine zu Gesicht zu bekommen, die sich auf dieser Reise bisher sehr erfolgreich vor uns versteckt haben. Nach zwei Stunden erfolglosem Herumgetuckere im Golfo Dulce sehen wir dann tatsächlich einen Buckelwal mit ihrem Jungen.

Die anschliessende Suche nach Delfinen ist allerdings erfolglos. Ich verstaue also meinen Fotoapparat, als wir in die Hafen-Bucht einfahren. Da taucht doch tatsächlich eine Rückenflosse auf. Und voilà: Plötzlich sind wir mitten in einer kleinen Delfin-Schule. Und so endet unser Aufenthalt auf der Halbinsel Osa genauso perfekt, wie er begonnen hat: mit viel Natur und noch mehr Tieren. (pat)

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English

Not that long ago we were joking that all that was missing for a 100% perfect surf session, were some parrots flying over our heads while we’re on the wave. Guess what? That phantasy became reality. Playa Pan Dulce fulfilled our dream. But let’s start from the beginning.

Our next destination starts out as somewhat of a stopgap. No one recommended us the town of Puerto Jiménez, nor is there any surf. So, why go there? It’s situated across from Pavones, on the other side of the Golfo Dulce. The only reason it is mentioned in guide books, is because it serves as the gateway to the Corcovado national park. But that’s not why we go there. Fact is, the only affordable accommodations closest to Playa Pan Dulce are here, almost 20 km from the beach itself. But we really want to go there, lots of surfers we met along the way recommended it to us.

When we get to Puerto Jiménez, we’re actually pleasantly surprised. The village is charming. We instantly like it! It’s small enough to walk everywhere and has everything we need: a decent supermarket, a great hostel and very few tourists.

But as I said, the surf beach is not around the corner. We do find a shuttle, though, that can take us there at 6 AM the next day. After a 30 minute bus ride, we’re dropped off in the middle of the jungle – just the two of us and our surfboards. Well, not quite. We’re surrounded by all kinds of different monkeys that don’t seem to mind our presence. Pretty amazing! But nothing outdoes the view that awaits us when we get down to the beach! A deserted bay, bathed in a soft morning light, with the most perfect little waves and dozens of scarlet macaws flying by. I’m only describing this as elaborately, because we didn’t bring our camera to take pictures. This idyll is only tainted by one thing: Marcel read that there are quite frequent sightings of sharks in this bay. But there haven’t been any incidents, so we take a deep breath and go in anyways. And this is how I experience this most perfect moment: I catch a good wave, surf it for what feels like a small eternity all the way to the beach and when I paddle back out, I see these beautiful birds flying by. I will remember this day forever!

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This picture was taken another day in town. But it might help you understand why we’re so fascinated by these birds.

On the downside: We do miss the only bus that would take us back to town. Why? We get out of the water in time, but get hung up watching the macaws up close eating almond seeds. Yeah, I know, we’re freaks! Luckily, we can hitchhike back. A 20 km walk home in the midday sun would almost certainly have ruined our day.

Another highlight follows a couple of days later. We spend some money on a whale-watching tour. We’re also hoping to see some dolphins. So far on this trip, they’ve always evaded us successfully. After two uneventful hours zig-zagging through the bay, we spot a female humpback whale with her calf.

No dolphins show up, though. So I store my camera as we cruise into the harbor. And there it happens: Suddenly, we’re in the middle of a school of dolphins! So, our stay on the peninsula of Osa ends just like it started: with lots of nature and even more animals.

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