Warum Cartagena die nächste Hipster-Stadt wird

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Wir sind etwas angespannt. Vorsichtig. Vielleicht sogar übervorsichtig. Der Grund? Seit wir in Kolumbien sind, speziell in Cartagena, laufen wir ständig Gefahr, aus Versehen bei jemandem ins Wohnzimmer zu platzen. Ja, ganz richtig. Denn die gemütlichen und wahnsinnig einladenden Bars und Restaurants unterscheiden sich kaum von stylisch eingerichteten Wohnzimmern. Wir sind sicher, würde man die eine oder andere Bar nach Zürich importieren, der Laden wäre im Nu voll und das Afri Cola würde 9 Stutz kosten. Dazu kommt, dass sehr viele Häuser auch noch einen Namen haben. Woher sollen wir also wissen, ob wir in ein hippes Café schlendern oder im Begriff sind, uns auf den Lieblings-Schaukelstuhl von Grossvater Gómez zu setzen? Besonders trifft dies auf das Künstlerviertel Getsemaní gleich neben der Altstadt zu. Dort gibt es auch an verschiedenen Orten Street-Art zu bewundern. In keiner anderen Stadt blieben wir bis jetzt minutenlang vor Hauseingängen stehen und bewunderten einfach das Handwerk. Da wir keine Poeten sind, lassen wir für ein Mal einfach die Bilder sprechen.

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Noch überwiegen die normalen Ü-60 Kreuzfahrttouristen in Cartagena. Aber wir sind sicher, mit Getsemaní als absoluter In-Bezirk mit (noch) bezahlbaren Preisen werden die Strassen hier bald voll sein mit bärtigen Trendsettern. Unsere Logik, zuerst kommen die Backpacker, dann die Hipster.

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Ein paar Tage lassen wir die Stadt auf uns wirken. Am Schluss kennen wir fast jede Gasse und jeden schönen Türknauf. So schön wir Cartagena auch finden, nach ein paar Tagen hat man die Stadt dann auch gesehen. Zu herausgeputzt, zu trendy, zu touristisch. Natürlich ist das alles Geschmacksache, aber nach dem 50igsten Hutverkäufer (der auch Koks, Gras und Nutten verkauft) ist man irgendwann genervt. Kontakt mit Einheimischen beschränkt sich auf obige Begegnungen. Irgendwann kommt einem das fast wie eine Blase vor – das echte Leben bleibt drausen. Deshalb machen wir uns auf nach Mompox. Im abgelegenen Städtchen soll das Nachtleben pulsieren und die Einheimischen kennen einem angeblich nach einem Tag beim Namen. Wir sind gespannt! (mar/pat)

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We’re anxious. Careful. Maybe even overly careful. Why? Ever since we got to Colombia, especially to Cartagena, we’re always running the risk of accidentally walking into someones living room. See, here’s the thing: You can hardly see a difference between all these comfy and extremely welcoming bars and a regular living room. We’re convinced: If you were to export any of these bars here to Zurich, they would be full every night. Moreover, lots of houses in Cartagena have names. So how do you know you’re walking into a café and are not about to sit down in some grandpa’s fave rocking chair? You don’t! This is especially true for the Getsemaní neighborhood right next to the old town. That’s also where you’ll find lots of awesome street art. But we’ll let the pictures speak for themselves.

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For now, the 60+ year-old cruise ship tourists dominate Cartagena. But we’re quite sure that’s gonna change soon. Backpackers are flooding in. And where there are backpackers, there soon will be hipsters.

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So we enjoy the city for a couple of days. In the end, we know almost every corner and every beautiful door it has to offer. As much as we appreciate the beauty of this place, it does get a bit boring. It’s too clean, too touristy, too…yeah, I don’t know! The only time you get in touch with the locals is when they try to sell you a hat (or coke, weed or a hooker) for the fiftieth time. So life here does feel like you’re in a bubble, the real life stays outside. That’s why we decide to head for Mompox. Apparently, this far-off town is a forgotten gem with lots of nightlife and where every local knows your name after a couple of days. Sounds good, we’re in!

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