Das Beste in Bogotá? Unser Bett!

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Man beachte den Grössenunterschied zwischen Person und Bett

Von der Hauptstadt Kolumbiens hört man ja so einiges: Moloch, Dauerregen und Kriminalität sind nur einige Begriffe, die im Zusammenhang mit der 8-Millionen-Metropole stehen. Heute ist die Stadt nicht weniger sicher als jede andere südamerikanische Grosstadt. Immerhin halten hier die Taxis bei Rotlicht an, in Rio wurde dies nachts aus Angst vor Überfällen häufig ingnoriert. Wir haben uns im ersten Augenblick nicht in die Stadt verliebt, uns aber darauf eingelassen und es am Ende nicht bereut.

Erstes Highlight ist unser über Aribnb gebuchtes Zimmer. Die Gegend (Chapinero) ist zwar nicht die beste, das Bett allerdings schon. Endlich wieder einmal genügend Platz und eine bequeme Matratze – herrlich! Und in den oberen Etagen ist auch der Geräuschpegel aus dem Treppenhaus akzeptabel. Im Zimmer richten wir es uns richtig gemütlich ein. Bier, schnelles Internet und drei ungesehene Game-of-Thrones-Staffeln, mehr brauchen wir nicht.

Ausserdem sind wir diesmal so schlau, einen Reiseführer zu kaufen. Dieser lotst uns gezielt in die besten Restaurants. Unsere Tour de Gourmet führt uns vom einfachen Familienbetrieb bis zum Nobelitaliener. Nach dem Brasilianischen Einheitsessen (siehe hier Punkt 7) eine wahre Wohltat.

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Ab und zu motivieren wir unsere behäbigen und vollgefressenen Körper doch noch zu einem Ausflug. Kultur steht auf dem Programm. Wir besuchen das Gold-Museum (Museo del Oro), welches die weltweit grösste Kollektion an präkolumbianischer Gold-Funde beinhaltet. Ziemlich spannend, weil viel Bling-Bling. Aber nach einer Stunde passiert das, was uns Kulturbanausen immer wieder in Museen passiert. Wir langweilen uns! Da helfen auch die wirklich eindrucksvollen Goldornamente nicht mehr.

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Begeisterter sind wir vom Ausflug auf den Cerro de Monserrate. Das ist der Hausberg Bogotás und so etwas wie der Üetliberg bei uns. Mit dem kleinen Unterschied, dass es hier statt Bratwurst ab und zu einen Überfall gibt. Und dass er mit stolzen 3152 Metern auch wesentlich höher ist. Hinauf gehts mit der Seilbahn, die Zahnradbahn fährt nur morgens. Oben angekommen sehen wir wegen dem Nebel nicht viel. Aber der Wettergott zeigt sich gnädig und ein kurzes Schönwetterfenster tut sich auf und gibt die atemberaubende Sicht auf die Stadt frei.

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Nach fünf Tagen verlassen wir schliesslich das 17-Grad-kalte Bogotá Richtung Medellín. Wir haben die Zeit genossen. Richtig ausschlafen, gutes Essen und Müssiggang für ein paar Tage waren genau das Richtige. Ausserdem haben wir einen wichtigen Entscheid getroffen. Wir nehmen den beschwerlichen Weg auf uns, und gehen an die abgelegene Pazifikküste Kolumbiens. Dort gibt es Wellen, aber keine Crowd und angeblich auch kein Internet. (mar)

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