Die Krux mit dem Gepäck

Bereits lange vor der Abreise beschäftigten wir uns damit, wie wir unterwegs sein wollen. Klar war nur: Unserer beiden Surfbretter müssen mit. Für kürzere Surftrips hatten wir bisher einen Surfbag pro Person dabei. In die Bags packten wir auch sämtliche Kleider und das restliche Gepäck. Der Nachteil an diesem System war, dass die vollgestopften Bags extrem schwer wurden und somit der Tragekomfort stark zu wünschen übrig liess. Die Aussicht, über Monate zwei 2-Meter-Taschen auf einer Schulter durch die Welt zu tragen, war nicht sonderlich verlockend. Auch der gewöhnliche Rucksack in Kombination mit dem Surfbag überzeugte uns nicht.

So entschieden wir uns für Rucksäcke mit Rollen, oder treffender: Trolleys mit Rucksack-Funktion (für das normale Gepäck). Marcel hat sich den Osprey Sojourn 80 zugelegt und Patricia den Bach Wood’n’Drift 75. Was unsere Surfbretter anbelangt (ein 6’0” und ein 6’6”) legten wir uns in einer Hau-Ruck-Aktion noch einen grösseren Boardbag für beide Bretter mit Rollen zu (Ocean and Earth Wheel Triple Shortboard Bag 7’0”). Das Ganze sieht dann so aus:

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Auch Taxifahrten sind so möglich, solange man nicht ins allerkleinste Vehikel einsteigt.

Bis jetzt sind wir damit ganz zufrieden. In der Regel zieht einer von uns die beiden Trolleys und der andere den Surfbag. Zweiteres ist etwas mühsam, da der lange Bag gerne auf eine Seite kippt und dann nur auf einer von zwei Rollen fährt. Eventuell liegt das an den unterschiedlich langen Brettern oder weil der Bag mit zwei Brettern nicht ganz gefüllt ist (es hätte noch Platz für drittes Board). Auch muss man ihn vorne sehr weit anheben, damit er nicht auf dem Boden schleift. Aber alles ist besser als Tragen!

Wir werden auf unserer Reise sicherlich noch viel Gelegenheit haben, das Ganze auszutesten und posten ein Update unserer Erfahrungen. (pat)

Zwischenbilanz nach drei Monaten on the road

Was unsere rollenden Rucksäcke anbelangt, bereuen wir rein gar nichts. Im Gegenteil: Wir lieben diese Dinger! Zwei Mal haben wir sie bisher in Rucksäcke umfunktioniert. So hatten wir die Hände frei für unseren Surfbag, wenn wir schnell und effizient in vollbepackte Busse einsteigen mussten. Ansonsten sind wir unserem Prinzip treu: Einer zieht die beiden Rucksäcke, der andere den Surfbag. Leider hat der Bach-Rucksack bereits bei seinem zweiten Flug recht was abgekommen. Die angeschraubte Tragehalterung aus Plastik unten wurde halbseitig losgerissen. Das ist deshalb sehr doof, weil der Rucksack nur damit gerade stehen kann und sonst kippt. Da kriegt der Osprey mit seinem Griff aus einem Guss definitiv einen Pluspunkt. Mit einer passenden Schraube konnte ich den Bach aber im Nu wieder flicken, seither hält alles tiptop.

Mit der Surfbag-Tasche ist das so ein Ding. Sie schützt unsere Bretter super – da hören die Vorteile aber auch schon wieder auf. Das Teil ist ein Ungetüm, extrem unhandlich und das mit dem Rollen klappt wie bereits erwähnt nur so semi. Die meisten Taxis weigern sich, uns mitzunehmen. Für unsere Reise an Kolumbiens Pazifikküste haben wir den Bag deshalb im Hostel gelassen und sind lediglich mit dem Daybag gereist. Das war wesentlich handlicher, wenn auch risikoreicher. Unsere Bretter haben es aber gut überstanden. (pat)

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